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Mittwoch, 29. April 2009

Minä puhun suomea!

Finnisch-Klausur bestanden!
Note 4!

Dabei ist zu beachten, dass es in Finnland ein anderes Benotungssystem als in Deutschland gibt: Die beste Note ist die 5, es folgen die Noten 4, 3, 2, 1 ohne ,3- oder ,7-Abstufung. Mit 0 ist man durchgefallen.

Also: Hyvä!

Donnerstag, 26. Februar 2009

Besuch II, Hausarbeit uvm!

Kaum war der eine Besuch weg, da steht schon der nächste vor der Tür: Letzte Woche Donnerstag kamen mich meine beiden Münchener Freunde Bene und Valeska besuchen. Auf dem Programm stand ausgiebiges Sightseeing (meine Qualitäten als Touristenführer werden immer besser!) bei äußerst ungemütlichem Wetter am Freitag und - erneut - ein Ausflug in den Nuuksio-Nationalpark am Samstag, als Ausgleich bei wunderbarem blauen Himmel mit Sonnenschein. Dabei haben wir u.a. gelernt, dass es sich empfiehlt, Schuhe dabeizuhaben, die gleichzeitig warm und wasserdicht sind und dabei auch nass werden dürfen und in denen man gut laufen kann...
Edit: Um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken, es war natürlich auch mit euch beiden eine zünftige Gaudi bzw. ein Genuss! Ich hoffe, euch hats auch gefallen!

Seit ihrer Abreise am Sonntag war ich dann hauptsächlich damit beschäftigt, Materialien für die noch ausstehende Hausarbeit zu suchen (was sich recht mühsam gestaltete, da alle Bücher, die ich haben wollte, leider bereits ausgeliehen waren) und selbige schließlich auch zu schreiben. Glücklicherweise ging das Verfassen trotz des langweiligen Themas (Vergleich verschiedener Regulierungsarten im Hinblick auf Medienpolitik) bislang doch ziemlich schnell von der Hand, sodass ich die Arbeit ohne Probleme wohl dieses Wochenende fertig bekomme.

Nachdem diese Woche Ferien waren, geht es am Montag mit der neuen Period weiter und am Donnerstag kommt mich endlich Mona besuchen - oder besser: zieht bei mir ein!


PS: Keine Fotos diesmal, die sind mit dem Besuch nach München zurückgereist. Und das Paket ist immernoch verschollen...

Mittwoch, 11. Februar 2009

Aleksandria

Da sich meine Hausarbeiten leider nicht von selbst schreiben, habe ich heute das erste Mal in der Uni gearbeitet, genauer gesagt im Gebäude mit dem schönen Namen 'Aleksandria' (iPhone-Fotos).
Bisher war ich absolut kein Fan von in-der-Uni-arbeiten/-lernen, aber das lag wohl hauptsächlich an den Räumlichkeiten der LMU. Im Hauptgebäude in München gibt es meines Wissens nach zwei PC-Räume, die eine Gemütlichkeit wie in einer Bahnhofshalle versprühen und in denen sich Uralt-Rechner gegen die Benutzung wehren sowie weitere Computerräume wie z.B. im Institutsgebäude, wo man sich auch nicht wirklich gerne lange aufhalten mag.
Ganz anders im zentral gelegenen Aleksandria (ihr merkt, ich bin begeistert!): Vier Stockwerke, jeweils mit 50+ halbwegs modernen PCs, bequeme Stühle (findet man in München auch nicht so oft) und durch die offene Bauweise eine sehr angenehme, motivierende Atmosphäre. 
Da macht das Hausarbeitschreiben dann doch sogar ein bisschen Spaß...

Montag, 9. Februar 2009

Die Period neigt sich dem Ende...

Ist schon komisch, gerade erst hat das Semester angefangen, und nun sind die Kurse schon wieder vorbei... zumindest die Kurse der ersten Period.

Das bedeutet leider auch, dass ich in den nächsten Wochen zwei Hausarbeiten zu schreiben habe. (Die eine will ich, da in den nächsten beiden Wochen ja massenweise Besucher vorbeischauen, bis zum kommenden Sonntag fertig haben, die andere muss ich dagegen erst am 10. März abgeben.) Da der Umfang jeweils nur 5-6 Seiten sein soll, ist das allerdings nicht ganz so aufwendig wie bei den deutschen Hausarbeiten, die in der Regel doppelt so lang sein sollen.

Was außerdem toll ist: keine Klausuren! 
Also, gibt's hier schon auch, allerdings nicht bei meinen beiden Kursen, die jetzt Ende Februar enden.
Daran könnte ich mich auf jeden Fall gewöhnen...

Freitag, 30. Januar 2009

Der Finnisch-Kurs

Wie damals in der Schule: Zunächst ein paar einzelne Wörter, dann kurze Sätze aus dem Alltag, schließlich die Zahlen und die Uhrzeit.

So oder ähnlich beginnen wohl die meisten Sprachkurse, egal ob Schule oder wie hier an der Uni.

Eigentlich wollte ich ja Schwedisch hier lernen, Schwedisch ist neben Finnisch Amtssprache in Finnland. Ist dem Deutschen ein bisschen ähnlich, damit leichter zu lernen und es bringt mehr, denn Schwedisch wird in fast ganz Skandinavien verstanden, Finnisch nur in Finnland, hatte ich mir sagen lassen.

Als ich dann aber in Helsinki angekommen bin und mir Gedanken über meine Kurswahl gemacht habe, wurde mir klar, dass ich nach diesem Auslandssemester höchstwahrscheinlich keine der beiden Sprachen weiter vertiefen würde. Hinzu kommt, dass ich ja in Finnland bin, und nicht in Schweden. Als die Schwedisch-Kurse während der Orientation Week äußerst verwirrend bzw. umständlich und von einem recht demotivierenden Uni-Mitarbeiter vorgestellt wurden, war die Entscheidung für mich gefallen: Ich mache einen Finnisch-Kurs!

Bis jetzt habe ich das noch nicht bereut, auch weil der Finne wohl nur Finnisch oder Schwedisch spricht; wenn ich Pech gehabt hätte, wäre ich mit Schwedisch auch nicht wirklich weit gekommen.

Finnisch ist eine... besondere Sprache. Man kann nahezu kein Wort aus anderen Sprachen ableiten, Wörter sind häufig so lang wie ganze deutsche Sätze, die Aussprache bisweilen eine mittelgroße Herausforderung.
Es ist dennoch eine schöne Sache, die Landessprache wenigstens ein bisschen zu lernen, zumal der Kurs (bis jetzt) so gestaltet ist, dass alle Teilnehmer gut mitkommen und man nicht überfordert wird. Ab und an gibt es dann auch mal ein kleines Erfolgserlebnis, wenn man ein Wort auf einem Schild oder einem Plakat wiedererkennt und versteht.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Uni - so läufts

Ich bin ja hauptsächlich zum Studieren hier. Deswegen an dieser Stelle ein paar kleine Infos zum Ablauf und Aufbau meines Auslandssemesters an der Uni Helsinki.

Das Semester dauert vom 1.1. bis zum 31.5. und ist in zwei Periods eingeteilt (Januar - Februar und März - Mai, dazwischen eine Woche Ferien).
Die Kurse laufen demnach nicht das ganze Semester, sondern nur eine Period lang; im April hab ich also andere Kurse als jetzt. 

Meine Kurse in der ersten Period:
- European Media and Communication Policies (2x 2 Std./Woche)
- Media Literacy Education and the UN Alliance of Civilizations (2 Std./Woche)

Diese beiden Kurse sind eine Mischung aus Vorlesung und Seminar. Zwar erzählen die Dozenten meistens, wir Studenten sind aber durchaus zum Diskutieren und Mitmachen aufgefordert. Es gibt außerdem kleine Hausaufgaben und zum Abschluss jeweils eine ca. fünfseitige Hausarbeit. Kursgröße: ~40 bzw. ~25 Studenten.

Äußerst beliebt bzw. häufig angeboten werden zudem Blockkurse, die nur ein paar Tage gehen und die die Kursplanung zu einer wirklichen Herausforderung machen können. Davon werde ich im April auch einen besuchen: 7 Tage, jeweils 3-6 Stunden/Tag.

Darüber hinaus belege ich einen finnischen Sprachkurs (nochmal 2x 2 Std./Woche), der allerdings erst im April mit einer Klausur endet.

Samstag, 10. Januar 2009

Orientation Week und die ersten Partys

Die erste Woche ist nun fast vorbei und es gibt vieles zu berichten!

Zunächst zur Uni.

Die regulären Kurse an der Uni beginnen frühestens morgen und so gab es für die neu angekommenen Studenten in dieser Woche die Orientation Week (OW).
Bei der OW wurde uns zunächst alles mögliche, vor allem organisatorische Dinge gezeigt, erklärt bzw. präsentiert, also wie wir zum Beispiel an unsere Fahrkarte kommen, wo sich die Bibliotheken befinden uvm. Nahezu alles, was man wissen muss, um hier zu leben und zu studieren.
Da das dann jeden Tag (also Mittwoch bis Freitag) sehr viele Informationen in sehr kurzer Zeit waren und man doch zu einigen Ämtern und Büros pilgern musste, um die verschiedenen Dinge zu beantragen oder zu klären, herrschte am Nachmittag, als die Präsentationen zu Ende waren und man die Dinge erledigen sollte, mittelgroße Verwirrung.
Freundlicherweise wurde uns für die Behördengänge usw. am Nachmittag eine Tutorin (eine finnische Studentin) zur Verfügung gestellt, die uns bei allem half und uns die verschiedenen Uni-Gebäude zeigte und uns wertvolle Tipps für das tägliche und das Uni-Leben gab. Während die morgentlichen Präsentationen für alle ausländischen Studenten gemeinsam war (ca. 200 Leute, schätze ich), bestand unsere Tutorengruppe aus lediglich sechs Studenten (was dann wesentlich angenehmer war), die wie ich auch alle Kommunikationswissenschaft studieren.
Dank der Tutorin und aufgrund der Tatsache, dass das meiste sehr unbürokratisch und schnell geregelt werden konnte (sogar auch bei Einwohnermeldeamt), ist nun bis auf einige Kleinigkeiten alles Organisatorische erledigt und ich kann mich unbeschwert und hochmotiviert dem Studium widmen. 

So gut das eben gehen wird bei den vielen Partys, die auf die ausländische Studenten zu warten scheinen...

Los ging es am Donnerstag mit der Welcome Party in einem Club in der Innenstadt (der von der Einrichtung her mit Samtsofas und Kronleuchtern auch ein Puff hätte sein können...), die von ESN (Erasmus Student Network) organisiert wurde und wo wohl alle ausländische Studenten zusammenkamen, mit denen man sehr schnell ins Gespräch kam. Da wir ja alle im selben Boot sitzen, war das alles sehr ungezwungen und locker und man konnte die Leute einfach ansprechen und ein bisschen quatschen. Spätestens bei dieser Party wurde auch deutlich, dass die meisten Austauschstudenten in diesem Semester aus Italien kommen.
Da mein Mitbewohner Alberto am Freitag Geburtstag hatte und er bei der Welcome Party nahezu alle einlud, fand am Freitag Abend eine kleine Geburtstagsfeier (so 15/20 Personen in etwa, das war genau richtig) in unserer WG statt, zu der natürlich wieder viele Italiener, aber auch mir noch unbekannte Leute aus allen möglichen Ländern kamen. Während der Party kam schließlich auch der fünfte und letzte meiner Mitbewohner an, Martin aus Frankreich, der aber ursprünglich aus - richtig - Italien kommt.
Den Abschluss der Feier-Tage machte dann gestern eine Party im Wohnheim Domus Academica, das sich mitten in der City befindet und in deren Aufenthaltsraum wieder zahlreiche Studenten zusammenkamen. Am Kicker, auf gemütlichen Couchen und mit gesponsortem finnischen Bier wurde dann fleißig kommuniziert und geschwitzt (... nicht nur ich, auch die meisten anderen... ), denn der Raum befand sich im Keller und hatte gefühlte 40 Grad. Sauna für alle!
Nach einiger Zeit verlagerte sich die Fete langsam zunächst in den Flur und ins Treppenhaus und endete schließlich im Vorraum im Erdgeschoss. Zur Abwechslung habe ich hier auch mal ein paar Deutsche kennengelernt (außer einem Mädel von der Uni Bayreuth allerdings niemand aus dem Süden); es sind wohl doch nicht nur Italiener hier...
Da die Nachtlinien in Helsinki extra kosten, kehrten wir mit dem letzten Zug um halb 2 zurück ins Wohnheim nach Pasila: Die erste, anstrengende und von neuen Eindrücken und Bekanntschaften reiche Woche war vorbei!

Alles in allem lief der Start ins Auslandssemester also recht glatt, der Anschluss ist dank WG und äußerst offenen und freundlichen Mitstreitern gefunden, das Organisatorische geklärt und trotz mäßigem Wetter fühle ich mich ziemlich wohl hier oben. Bleibt zu hoffen, dass es so bleibt und dass auch die Uni kein Grund für Klagen sein wird!